Asterix: Der Goldene Hinkelstein

Ein neuer Asterix? Nicht ganz …
(Bild: nerdisch-by-nature.de / Egmont Verlag)

Groß angepriesen wurde er vom Egmont Verlag, der „neue“ Asterix. Nun, so neu ist dieser nicht, im Gegenteil. Aus dem Jahr 1967 stammt die Geschichte und ist seinerzeit nur in Form eines Begleitheftes (im Bilderbuch-Stil) für ein dazugehöriges Hörspiel erschienen. Erdacht vom Großmeister René Goscinny himself und gezeichnet von Albert Uderzo. Immerhin.

In sofern durfte man sicherlich nicht zuviel erwarten, was leider (wenn man diverse Bewertungen bei amazon usw. liest) doch viele Leser taten. Dies ist wohl der etwas zu großen Ankündigung eines neuen Asterix geschuldet, zumal auch dieses Album nicht in Comicform erschien, sondern als „Drehbuch“ des Hörspiels mit Zeichnungen, in etwa wie beim „Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank gefallen ist“-Album. Leider gibt das Original nicht viele Zeichnungen her, so dass einige doppelt vorkommen. Das hat mir nicht so gut gefallen, so fühlt sich das schon ziemlich aufgebläht an.

Eine Geschichte in „Drehbuch-Form“, mit tollen, leider manchmal zu aufgeblähten Zeichnungen
(Bild: nerdisch-by-nature.de / Egmont Verlag)

Wer sich dessen aber bewusst ist und drauf einlässt, hat ein nettes Kleinod aus dem Asterix-Universum vor sich, dessen Inhalt schnell erzählt ist. Troubadix nimmt an einem Gesangswettbewerb im Karnutenwald teil. Asterix und Obelix sollen ihn zu seinem Schutz begleiten. Ein römischer General ist ebenfalls scharf auf den Sieg in diesem Song-Contest, den ihm allerdings natürlich nur ein gallischer Barde einbringen kann…

Die Geschichte ist nichts weltbewegendes, vereint aber alles, was eine Asterix-Story enthalten muss: Zaubertrank, Römer, Kloppereien. Eigentlich fehlen nur die Piraten. Von daher macht man in meinen Augen nichts verkehrt, wenn man sich das Album zulegt. Man erhält eine Geschichte vom Altmeister Goscinny und Uderzo aus der Hoch-Phase von Asterix, die sich wohltuend geerdet anfühlt (wenn man im Gegensatz dazu zum Beispiel an „Gallien in Gefahr“ denkt). Außerdem kann man sich das dazugehörige Hörspiel für schmales Geld bei den gängigen Anbietern herunterladen bzw streamen, was die Geschichte noch besser macht, schließlich ist sie seinerzeit als solches erschienen. Ein QR-Code, der dort hin leitet, ist auf der letzten Seite enthalten.

Fazit: Kann man sich mit bestem Gewissen reinziehen und überbrückt die Wartezeit auf das nächste „richtige“ Abenteuer in einem Jahr.

Ich danke dem Egmont-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

2 thoughts on “Asterix: Der Goldene Hinkelstein

  1. Mir hats gut gefallen. Der Witz war so, wie ich ihn von einem guten Asterix erwarte. Dass es eben keine Sprechblasen waren, konnte ich schnell ausblenden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vierzehn + zehn =