The Boys: Gnadenlos-Edition Band 1

The Boys: Gnadenlos-Edition — Cover von Band 1
(Bild: Panini Verlag)

Ich war tatsächlich noch unbefleckt, was diese Comic-Serie angeht. Zuerst habe ich im letzten Jahr die erste Staffel der TV-Serie auf Amazon prime gesehen, der in diesem Jahr eine großartige zweite Staffel folgen sollte. Was bleibt einem also anderes übrig, als mit der The Boys: Gnadenlos-Edition anzufangen? Eben!

Die The Boys: Gnadenlos-Edition umfasst die gesamte von Garth Ennis erdachte Superhelden-Satire in sechs schmucken Hardcover-Bänden. Und die haben es in sich. Gleich in Band 1 wird man ohne Umschweife in das Geschehen geworfen, als Hugh „Hughie“ Campbell seine Verlobte Robin durch einen Unglücksfall mit dem Superhelden A-Train (ein arroganter Flash-Verschnitt) verliert — dieser rennt bei einer Verfolgungsjagd einfach durch sie hindurch, so dass der arme Hughie nur noch die Hände seiner Angebeteten, nun ja, in der Hand hat…

Kein üblicher Superhelden-Einheitsbrei

Das Storytelling ist großartig, es ist einfach mal etwas anderes, als der übliche Superhelden-Einheitsbrei von Superman, Avengers und Co. Zudem gefallen mir die Zeichnungen sehr gut und auch wenn es den klassischen „Fall der Woche“ gibt, zieht sich ganz heimlich, still und leise ein roter Faden durch die Geschichte von The Boys und baut Spannung auf. Einziger Kritikpunkt: Ich hätte mir mehr von den Seven gewünscht, die kommen ja leider nur so richtig am Anfang vor. Aber da wird sicherlich noch einiges folgen, ebenso wie diverse noch unbeantwortete Fragen. Außerdem würde ich gern mehr über den Hintergrund von Butcher, Hughie, Frechman, Mother’s Milk, dem Weibchen, Homelander, Starlight, der Legende, Queen Maeve und wie sie alle heißen erfahren.

Ein starkes Team: Butcher und seine Dogge Terror
(Bild: Panini Verlag)

Der Comic (leider ist mein Harcover nicht ganz so toll verarbeitet) hebt sich von der Serie nochmals ab. Und das meine ich durchweg positiv! Die Story verläuft etwas anders, Hughie sieht hier aus wie Simon Pegg (der in der Serie aus Altersgründen leider nur seinen Vater spielt), der Gore ist nochmals um einiges höher und es gibt viel mehr nackte Haut, Obszönitäten und „Gossensprache“. Ich mag das ja und würde mir das auch noch mehr für die Serie wünschen. Aber da haben diverse Sittenwächter sicherlich etwas dagegen, wobei die zweite Staffel ja schon mehr in die Richtung ging als noch in der ersten.

Fazit

Wie dem auch, dieser Comic, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt, ist für diese momentane merkwürdige Zeit genau das richtige. Gut, dass ich noch dank eines Schnapper-Kaufs alle weiteren Bände der gnadenlos guten The Boys: Gnadenlos-Edition hier liegen hab. Weiter geht’s! Ich freu mich drauf!

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