Star Wars Sonderband 131: Der Pfad des Schicksals

Cover vom Star Wars Sonderband 131: Der Pfad des Schicksals
(Bild: Panini Verlag)

Wir erinnern uns – Star Wars Episode V: Das Imperium schlägt zurück: Nachdem die Rebellen auf dem Eisplaneten Hoth eine verheerende Niederlage gegen das Imperium einstecken mussten, flüchteten die übrig gebliebenen Schiffe in verschiedene Richtungen und tauchten unter. Luke Skywalker begann seine Jedi-Ausbildung beim alten Meister Yoda auf dem Planeten Dagobah, während die übrigen Helden um Han Solo und Prinzessin Leia Organa Unterschlupf bei Solos altem Freund Lando Calrissian in der Wolkenstadt auf dem Planeten Bespin suchten. Darth Vader aber sorgte für einen Hinterhalt und es kam zum Kampf zwischen ihm und Luke, der seinen Freunden zu Hilfe eilte, in dem dann die ikonischen Worte „Ich bin Dein Vater!“ fielen. Han Solo wurde in Karbonit eingefroren und Boba Fett übergeben, der den Schmuggler zu Jabba dem Hutt bringen sollte …

Was geschah nach dem Ende von Episode V?

… und genau hier setzt der vorliegende Comic ein. Luke versucht, mit der schrecklichen Wahrheit, dass er Vaders Sohn ist, klar zukommen. Parallel macht er sich auf die Suche nach seinem im Kampf verloren gegangenen Lichtschwert. Dabei trifft er auf eine geheimnisvolle Person, die sich mit der Macht auszukennen scheint.
Leia und Lando müssen sich währendessen dem Angriff eines mächtigen Sternenzerstörers stellen und versuchen, Kontakt zu den anderen, in der Galaxis verstreuten Rebellenzellen aufzunehmen. Was vom Imperium nicht unentdeckt bleibt …

Leg‘ Dich niemals mit einem Wookie an!
(Bild: Panini Verlag)

Die zweite fortlaufende Star Wars-Comicserie, die seit dem Neustart von Marvel aus dem Jahr 2015 erschienen ist, beschäftigt sich mit den Geschehnissen zwischen Episode V und Episode VI. Autor ist Charles Soule, der mit anderen Star Wars Reihen (unter anderem Darth Vader, Poe Dameron und einigen Mini-Serien, wie zuletzt Kylo Ren) Erfahrungen gesammelt hat. Mir gefällt seine Art, die Geschichten der Star Wars-Galaxis zu erzählen. Er verknüpft viele Dinge zwischen Filmen und Comics sinnvoll miteinander und schafft so stimmige Verbindungen zwischen den diversen Medien. Alles im Bereich des nun gültigen Kanons, versteht sich, was die Sache sicherlich nicht einfacher für ihn macht.

Im Pfad des Schicksals zum Beispiel treffen wir auch Shara Bey wieder, ihres Zeichens Rebellenpilotin und Mutter von Poe Dameron! Den kennen wir ja schon aus Episode VII bis IX. Ich mag diese kleinen Verweise auf andere Filme oder Comics einfach sehr. Zeichernisch wurde Soule’s Skript fantastisch von Jesus Saiz umgesetzt, dessen Bilder in manchen Szenen fast Kinoqualität haben.

Diese Szene kennt wohl sogar viele, die sich mit Star Wars nicht so auskennen.
(Bild: Panini Verlag)

Fazit

Im Großen und Ganzen haben wir hier eine interessante Fortsetzung von Episode V. Natürlich stellt sich die Frage, wie mit der Prämisse, dass alle folgenden Stories nun zwischen V und VI spielen müssen, umgegangen werden kann. Schließlich kennt man ja den Ausgang des ganzen und beispielsweise Han Solo kann eigentlich, außer als in Karbonit eingefrorener Türstopper, gar nicht vorkommen.

In der ersten Serie, die ja zwischen IV und V angesiedelt war, hat das teilweise schon gut geklappt. Aber so mancher Comic war auch dabei, der mich gar nicht überzeugen konnte. Hier ist allerdings ein toller Anfang gemacht, vor allem zeichnerisch, und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Ich danke dem Panini Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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