Batman: Die Seuche

Das Killer-Virus geht um in Gotham! Cover von Teil 1 bis 3
(Bild: nerdisch-by-nature.de / Dino Verlag)

Ein modifiziertes Ebola-Virus breitet sich aggressiv in Gotham City aus. Viele Einwohner sterben einen qualvollen Tod und die gesamte Metropole wird vom Gouverneur unter Quarantäne gestellt. Batman und seine Mitstreiter begeben sich auf die Suche nach einem Gegenmittel. Nur 10 Prozent der Menschheit sind immun gegen das Virus und Überlebende der Krankheit gibt es nur insgesamt drei! Diese drei gilt es zu finden, um aus ihren Antikörpern einen Impfstoff zu produzieren. Doch es ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn nicht nur Batman hat ein Interesse an diesem Gegenmittel. Und dann infiziert sich auch noch Tim Drake alias Robin mit dem Killer-Virus …

Der dunkle Ritter gegen Coron … ähm, das Ebola-Virus

1998 erschien das Batman-Crossover Die Seuche in den Heften des Dino-Verlags. Wohl kaum einer hatte geahnt, dass die Thematik rund zwanzig Jahre später so aktuell wie nie sein würde. OK, zum Glück (!) ist Covid-19 nicht so tödlich wie das hier behandelte Ebola-Virus. Aber die Symptomatik der Ansteckung bzw. Verbreitung, die Masken und Schutzkleidung, Quarantäne und Impfstoffe sind verdammt nah an der Realität, so dass dem Leser mehr als einmal ein unwohler Schauer über den Rücken läuft.

Batman, Nightwing, Orakel, Catwoman und Co. sind nahezu hilflos in ihrem Tun, was auch mal ganz schön zu lesen ist. Gerade Batman kann ja mithilfe seines Geldes und der ihm zur Verfügung stehenden Technik ansonsten nahezu alles erreichen. Das Ende aber kommt mir dann doch viel zu abrupt und fühlt sich irgendwie gehetzt an. Es gibt aber noch eine Fortsetzung mit dem Titel Der Fluch, die ich sicherlich auch nochmal rezensieren werde, so ich die Hefte denn organisieren kann.

Fazit

Werden wirklich alle sterben? Cover von Teil 4 und 5
(Bild: nerdisch-by-nature.de / Dino Verlag)

Ich habe die Story Batman: Die Seuche vor ca. vier Jahren schon mal gelesen, damals gefiel sie mir nicht so gut. Doch nun beim zweiten Lesen gewinnt die Geschichte durch die aktuelle Welt-Situation ungemein an Format und kann mich, bis auf das gehetzte Ende, vollends überzeugen. Zeichnerisch ist das allerdings nicht immer toll, gerade der von Fans entweder geliebte oder gehasste Kelley Jones sticht hier für mich negativ hervor. Dennoch ist Batman: Die Seuche, geschrieben von unter anderem Chuck Dixon und Doug Moench, eine Empfehlung wert. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass es erst der Auftakt der „Naturkatastrophen“ in den damaligen Batman-Comics war. Von Der Fluch mal abgesehen, wartet schon die nächste, noch viel folgenschwerere Katastrophe auf den dunklen Ritter. Es folgt Das Beben

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