The Stand – Das letzte Gefecht Band 2

Cover zu The Stand – Das letzte Gefecht Band 2
(Bild: Panini Verlag)

Diverse Kleingruppen sind nach der Captain Trips-Pandemie weiterhin in Bewegung. Während sich all jene, die in ihren Träumen Mutter Abagail sahen, zu der betagten Lady nach Nebraska aufmachen, kann Randall Flagg zahlreiche Überlebende in Las Vegas um sich scharen. Darunter befinden sich Kriminelle, Mörder und Verbrecher, die in ihren Träumen vom dunklen Mann in die Wüste Nevadas gelockt werden.

Die Apokalypse geht weiter

Im ersten Teil des Bandes geht es vor allem um die Schicksale der „Guten“. Wir erfahren mehr über das Leben von Abagail Fremantle, der Repräsentantin der Macht des Guten. Aber auch die Beziehung zwischen Stu und Fran wird näher betrachtet, inklusive dem Verhältnis der beiden zum eifersüchtigen und zwielichten Harold Lauder. Wir begleiten außerdem den taubstummen Nick auf seiner Reise zu Mutter Abagail, in deren Verlauf er den zurückgebliebenen Tom Cullen sowie später Ralph Brentner kennen lernt. Sie schließen sich ihm an. Auch Musiker Larry Underwood ist auf dem Weg zu Mutter Abagail, ihm zur Seite steht Nadine Cross und ihr Ziehsohn „Joe“. Sie alle beschließen gemeinsam mit der alten Frau, sich in die Stadt Boulder zu begeben und dort eine „freie Zone“ zu errichten, in der die Zivilisation neu aufgebaut werden kann. Aber selbst das funktioniert nicht reibungslos, denn es gibt durch diverse Bewohner auch eine Menge Konfliktpotential…

Und auch die „Bösen“ sind nicht untätig. Randall Flagg baut in Las Vegas eine schlagkräftige Militärtruppe auf. Mitglieder dieser sind unter anderem der Killer und Flaggs rechte Hand Lloyd Henreid und der dumme, aber gefährliche Mülleimermann. Flagg herrscht mit harter Hand und schreckt auch nicht vor öffentlichen Kreuzigungen zurück. Es zeigt sich, dass er das absolute Böse teufelsgleich verkörpert. Die gesamte Handlung steuert somit auf das letzte Gefecht zwischen Gut und Böse zu.

Nick begegnet dem etwas zurück gebliebenen Tom Cullen
(Bild: Panini Verlag)

Auch im zweiten Buch der Comic-Gesamtausgabe von The Stand – Das letzte Gefecht begleiten wir Gut und Böse gleichermaßen. Autor Roberto Aguirre-Sacasa strafft das Mammut-Werk von Stephen King wieder gekonnt zusammen und führt die Geschichte trotzdem gut weiter, ohne vom Original allzu viel wegzulassen. Wie auch im ersten Teil stechen die vielen Textkästen hervor, die auf Romanniveau die Geschichte erzählen. Zeichnerisch ist das solide, allerdings habe ich auf manchen Seiten das Gefühl, als hätte Mike Perkins etwas hetzen müssen. Gerade die Figuren wirken manchmal überzeichnet. Dennoch sieht das im großen und ganzen gut aus, wobei ich mir Coverillustrator Lee Bermejo auch gut als Hauptzeichner hätte vorstellen können.

Fazit

Im ersten Band von The Stand – Das letzte Gefecht war der Hauptdarsteller eindeutig das Virus Captain Trips. Das hat sich nun gewandelt. Von der Pandemie ist nicht mehr viel zu merken, außer natürlich die Ausgangssituation. Viel mehr geht es nun um Gut gegen Böse, Religion, Liebe, Hass und Soziologie. Die Charaktere bekommen immer mehr ihre Grundzüge und Eigenschaften und der ein oder andere wandelt sogar zwischen Gut und Böse. Das liest sich sehr interessant und wer den Roman kennt, weiß, was da im nächsten Band noch auf uns zu kommt. Es bleibt spannend!

Ich danke dem Panini-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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