Batman – Der weiße Ritter: Harley Quinn

Cover zu „Batman – Der weiße Ritter: Harley Quinn“
(Bild: Panini Verlag)

Vieles ist anders in Gotham City, seit der Joker tot ist und Bruce Wayne, der ehemalige Batman, hinter Gittern sitzt. Gotham ist eine Stadt mit Zukunft geworden, die einer jungen Pflanze gleich wieder zu erblühen scheint. Doch ein Serienkiller hat es auf alternde Filmstars abgesehen. Die Gothamer Polizei um Commissioner Renee Montoya ist ratlos und sucht Hilfe bei Dr. Harleen Quinzel, der früheren Geliebten des Jokers und Mutter seiner Kinder. Dr. Quinzel ist Expertin in Sachen durchgeknallter Mörder und so muss sie wieder zu ihrem Alter Ego Harley Quinn werden, um den Mörder zu schnappen, nicht ahnend, dass auch sie selbst in höchste Gefahr geraten wird …

Harley Quinn mal ganz anders

Nach „Der weiße Ritter“ und „Der Fluch des weißen Ritters“ folgt nun Sean Murphys dritter Streich in seinem „White Knight“-Universum: Batman – Der weiße Ritter: Harley Quinn. Als One-Shot um die Geliebte des Jokers konzipiert, erweitert die Geschichte, bei der Murphys Ehefrau und Romanautorin Katana Collins mitwirkte, dennoch den Kosmos insgesamt und erzählt die Story nach den Ereignissen von „Der Fluch des weißen Ritters“ weiter. Und so erfrischend anders wie seine Vorgänger präsentiert sich auch der Band um Harley Quinn.

Die Figur Harley Quinn ist oft nervig und mit dem Vorschlaghammer geschrieben, doch hier zeigt sie sich als verletzliche Frau, die ihren einstigen Geliebten Joker getötet hat und deren andere Liebe (Batman) im Gefängnis sitzt. Sie kümmert sich um ihre Zwillinge und sorgt sich um ihre Haustiere, die allerdings – passend zu Harley – zwei Hyänen sind. Und dennoch schafft sie es, der Polizei bei den Serienmorden unter die Arme zu greifen. Das alberne, bunte, laute, was Harley ansonsten ausmacht, sucht man hier vergebens. Und das ist erfrischend anders und gefällt mir wesentlich besser als die übliche Charakterisierung.

Zeichnerisch stammt Der weiße Ritter: Harley Quinn dieses Mal nicht aus der Feder von Sean Murphy. Allerdings fügt sich Zeichner Matteo Scalera wunderbar mit seinem Strich in das Werk Murphys ein, so dass kaum ein Unterschied auszumachen ist.

Fazit

Batman – Der weiße Ritter: Harley Quinn ist eine gelungene Fortsetzung innerhalb der ganz speziellen Interpretation der Batman-Saga von Sean Murphy, bei der ich hoffe, dass noch lange nicht das Ende erreicht ist und wir noch viel mehr vom „Weißen Ritter“ und seiner Harley Quinn sehen werden.

Ich danke dem Panini Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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