70 Jahre Panzerknacker – Lustiges Taschenbuch 552 & Enten-Edition 72

Seit nun 70 Jahren treiben die Panzerknacker ihr Unwesen in Entenhausen, der Metropole an der Gumpe. Ständig und doch erfolglos sind sie auf der Jagd nach dem großen Geld ihres größten Gegners Dagobert Duck. Aber egal ob zu Dritt, zusammen mit ihrem Großvater Opa Knack oder verbündet mit anderen Finsterlingen aus Entenhausen – an ihr Ziel kommen die hinterlistigen Halunken mit dem unverkennbaren Outfit und den Nummern auf den roten Pullovern nie. Als Carl Barks 1951 die „Beagle Boys“, wie sie auf Englisch heißen, das erste Mal in der Geschichte „Der Selbstschuss“ zeigte, war wohl selbst ihm nicht klar, welch große (Miss-)Erfolgsgeschichte er den Knackern auf den Leib schrieb. Zurecht widmet der Egmont-Verlag den Panzerknackern nun einige Jubiläumsbande.

Lustiges Taschenbuch 552: 70 Jahre Panzerknacker

Cover zu LTB 552: 70 Jahre Panzerknacker
(Bild: © 2021 Egmont Ehapa / Disney)

In vier Geschichten des neuesten, wie immer alle vier Wochen erscheinenden LTB spielen die Jubilare eine nicht unwichtige Rolle. Mit Hilfe eines intelligenten Roboters von Daniel Düsentrieb gelangen sie endlich an die Duckschen Reichtümer. Doch sie müssen feststellen, dass Reichtum dann doch nicht alles ist. In der zweiten Story werden sie mal wieder bei ihren Raubzügen gestört – von Donalds Katze! Auch in der dritten Story gelingt der Griff ans große Geld, indem der alte Duck in seine Kreditkarte (!!!) eingesperrt wird. Aber auch hier geht natürlich nicht alles glatt. Und in der Abschlussgeschichte verzweifeln die Panzerknacker mal wieder an der Gefahrenabwehr des Geldspeichers…

Da auch die meisten anderen Geschichten des Lustigen Taschenbuchs 552 recht gut sind – unter anderem mit einer sehr witzigen Geschichte um das schwarze Phantom und Donald als Bodyguard seines Onkels – kann dieses Jubiläums-LTB (in Goldprägung!) der Panzerknacker als gelungen bezeichnet werden. Das einzige, was mir wirklich negativ auffiel, ist die Namensgebung von Donalds Katze. Jahrzehntelang bekannt als Schnurri, erhielt sie zuletzt den Namen Amadeo, um nun erneut den Namen zu wechseln. In Mieze. Was das soll – keine Ahnung. Aber schön und konsequent ist das leider nicht.

Lustiges Taschenbuch Enten-Edition 72: Die Kunst des Knackens

Cover zu LTB Enten-Edition 72: Die Kunst des Knackens
(Bild: © 2021 Egmont Ehapa / Disney)

Voll gepackt mit 20 Geschichten rund um die Panzerknacker kommt die Lustiges Taschenbuch Enten-Edition 72: Die Kunst des Knackens daher. Wir erleben die Bande in diversen Situationen. Da ist z.B. ein Knacker auf Liebesabwegen, als er mit Dagoberts Sekretärin Frl. Rührig anbändelt. Auch im Team sehen wir die Jubilare, unter anderem mit Gundel Gaukeley und … Gustav Gans?! In einigen Geschichten erfahren wir sogar etwas aus der Schulzeit der drei, als sie noch die „einfachen Namen“ 1, 6 und 7 trugen und auch aus der Vergangenheit Opa Knacks wird erzählt. Natürlich kommen die Ganoven auch in diesem Band tatsächlich mal an ihr Ziel und scheitern dennoch in der üblichen Art und Weise.

Ich bin ja nicht so der Fan der Enten-Edition, da sich oftmals die Geschichten inhaltlich zu sehr ähneln oder die Seitenzahlen nicht selten über die 20 Seiten hinausgehen. Das ist auch hier wieder der Fall, aber die Panzerknacker sind wie gemacht für die unterschiedlichsten Geschichten-Typen, sodass trotz Kurzkost und Knacker-Overkill kaum Langeweile aufkommt. Eine Enten-Edition der besseren Sorte also!

Fazit

Mit den Veröffentlichungen zum 70. Geburtstages der Panzerknacker erhält man einen schönen Querschnitt der Abenteuer der unrasierten Ganoven aus Entenhausen. Wenn auch nicht jede Geschichte gelungen ist, so sind doch einige Perlen dabei – humorvoll, spannend und so manches Mal bekommt man sogar Mitleid. Das geht absolut in Ordnung! Wer mehr über die Misserfolge der Gauner mit den ikonischen Nummern wissen möchte, dem sei die Seite www.lustiges-taschenbuch.de empfohlen.

Ich danke dem Egmont-Verlag für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare!

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