Ghostbusters: Legacy

Sie sind wieder da…
(Bild: Sony Pictures)

Ein alter Mann stirbt in seinem alten Landhaus in Summerville aufgrund mysteriöser Umstände. Seine Tochter hat ihren Vater nie richtig kennen gelernt. Sie erbt das Haus und zieht mit ihren Kindern Phoebe und Trevor dort hin. Nach kurzer Zeit lernen sie einige Bewohner der Kleinstadt kennen. Unter anderem die Kellnerin Lucky und den Lehrer Gary Grooberson, der sich mit den mysteriösen Erdbeben beschäftigt, die die Gegend seit einiger Zeit heimsuchen.

Außerdem freundet Phoebe sich mit ihrem Mitschüler „Podcast“ an, einem etwas skurrilem Einzelgänger mit eigenem, nun ja, Podcast. Als Phoebe feststellt, dass es in dem alten Haus spukt, geht sie auf die Suche nach der Ursache. Sie entdeckt eine alte Geisterfalle, ein Protonen-Pack sowie in der Scheune einen alten Wagen, den ECTO-1 der Ghostbusters. Aus der Falle entkommt ein Geist, womit sich nun weitere paranormale Aktivitäten häufen. Phoebe wird klar, dass es sich bei ihrem verstorbenen Großvater (der der Spukgeist des Hauses ist) um den ehemaligen Geisterjäger Egon Spengler handelt – und die Welt kurz vor dem Untergang steht. Denn die Gottheit Gozer, die bereits schon 1984 von den Geisterjägern besiegt wurde, ist kurz davor zurückzukehren …

Eine würdige Fortsetzung der Kino-Klassiker

Seit Ende November im Kino und zwischen den Feiertagen habe ich ihn dann endlich gesehen! Das erste Mal im Kino seit dem Ausbruch der Pandemie war schon etwas besonderes, im Saal selbst waren wir dann leider nur zu dritt. Aber egal, denn es kam ja schließlich auf den Film an. Nicht irgendeiner, sondern die offizielle Fortsetzung von „Ghostbusters II“, der immerhin auch schon 32 Jahre auf dem Buckel hat: Ghostbusters: Legacy!

Wobei, ist es wirklich die Fortsetzung des zweiten Teils, der während des Films keinerlei Erwähnung findet? Es scheint so, als wäre das Geschehen rund um Fürst Vigo aus den Karpaten nicht passiert, jedoch finden sich kleine Anleihen an den Film wieder, unter anderem der Laden „Ray’s Occult“ oder der Schleimtest-Toaster, der in der Küche des Landhauses steht. Daher komplettiert der Film (den unsäglichen Streifen aus dem Jahr 2016 löschen wir mal alle ganz schnell aus dem Gedächtnis) nun die beiden Kultstreifen zu einer Trilogie. Und auch Legacy hat das Zeug zum Klassiker. Der Film hat alles, was auch die Originale ausmachte: Humor, Herz, Grusel und herausragende Darsteller. Bestes Beispiel ist hier Mckenna Grace – wer nimmt ihr nicht ab, die Enkelin von Egon Spengler zu sein? Perfekt gecastet! Und auch ansonsten überzeugen die Schauspieler.

Man merkt den Machern um Regisseur Jason Reitman (Sohn des Alt-Regisseurs Ivan Reitman) die absolute Liebe und Hingabe an die Ghostbusters an. Der Film lebt bis ins letzte Detail davon und ist natürlich voll von Fan-Service. Kann man durchaus kritisieren, wirkt aber absolut nicht mit der Brechstange erzwungen wie beispielsweise bei Episode VII von Star Wars. Einzig einen neuen Gegner (anstatt Gozer) hätte ich mir gewünscht, aber ansonsten entließ mich der Film selig und zufrieden am Ende aus dem Saal. Was natürlich auch am Auftauchen nahezu aller Charaktere der alten Filme lag und auch das würdevolle Einbinden des mittlerweile leider verstorbenen Harold Ramis (Egon Spengler) ging wirklich ans Herz.

Fazit

Ghostbusters: Legacy zeigt, wie es geht, eine (fast) perfekte Fortsetzung zu kreieren. Natürlich steht das Original von 1984 ganz oben, aber wo sich der zweite Teil schon gut anfügte, gelingt dies auch dem dritten, sodass man nun von einer wahrlich sehenswerten Trilogie sprechen kann. Und wer weiß, ob nicht noch weitere Teile aus der Feder Reitmans folgen könnten, wie in den After Credit-Scenes schon angeteasert wird. Ob man die braucht, weiß ich nicht – aber würdevoller als das nun zum Glück ungültige 2016er Debakel wären diese sicherlich. Warten wir es mal ab, ob nicht doch noch mal wieder etwas faul in der Nachbarschaft ist…

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