Invincible Band 1 – 3

Cover zu „Invincible Band 1 – 3“
(Bild: Cross Cult)

Die Geschichte dreht sich um den Highschool-Schüler Mark Grayson. Dieser führt das gängige Leben eines Teenagers. Er trifft sich mit Freunden, baggert an jungen Damen herum und jobbt im örtlichen Burger-Schuppen. Einzig sein Superhelden-Dad Omni-Man unterscheidet ihn von allen anderen Gleichaltrigen. Als sich bei Mark jedoch auch Superhelden-Kräfte entfalten, ändert sich sein Leben radikal. Plötzlich kann er fliegen, entwickelt unfassbare Kräfte und wird unverwundbar. Sein Vater leitet ihn nun an, in die Welt der Verbrechensbekämpfung zu treten, die Mark fortan als Invincible bestreiten wird.

Als jedoch die Superheldengruppierung „Guardians of the Globe“ brutal ermordet wird, kommt die heile Helden-Welt ins Wanken. Mark entdeckt, dass sein Vater nicht der ist, der er zu sein scheint und auch die Mitglieder seines Teams haben ihre Geheimnisse. Diverse Bedrohungen und neue Feinde machen Invincible das Leben schwer – von den normalen Problemen des Teenagers Mark ganz zu schweigen…

Die Superhelden-Soap schlechthin

Den ersten Kontakt mit Invincible hatte ich, wie sicherlich viele andere auch, durch die Serie auf Amazon Prime Video. Richtig angefixt jedoch wurde ich erst nach der Lektüre der ersten drei dicken Comic-Bücher Invincible 1 – 3 aus dem Hause Cross Cult. Autor Robert Kirkman zeigt einmal mehr, dass er mehr kann als „nur“ die Zombie-Saga „The Walking Dead“. Invincible ist viel mehr als nur ein weiterer Superhelden-Comic. Ähnlich wie bei „The Walking Dead“ verfolgt Kirkman hier einen breit ausgelegten roten Handlungsfaden mit vielen (wirklich VIELEN) Nebenhandlungen, die nach und nach in die Haupthandlung einfließen. Hinzu kommt ein nicht unerheblicher „Soap-Teil“, der sich mit Marks üblichen Teenager-Problemen befasst. Das gesamte Paket liest sich dann sehr abwechslungsreich und ist auf keiner einzigen Seite langweilig.

Der erste Band dient in erster Linie der Vorstellung aller Charaktere und erzählt – noch etwas abgehackt – die Grundprämisse von Invincible, bevor er mit einem lauten Knall und Cliffhanger endet. Im zweiten Band werden dann einige Nebenhandlungen eröffnet und die Hauptgeschichte nimmt ordentlich Fahrt auf. Und Band drei setzt das mittlerweile sehr hohe Niveau unverändert fort, bzw. legt sogar nochmal eine Schippe drauf.

Die ersten Kapitel sind von Bill Crabtree illustriert, ab Kapitel 9 ist dann Ryan Ottley verantwortlich, dessen Zeichnungen auch noch mehr zu gefallen wissen. Die Kolorierung ist quietschebunt, was zuerst etwas befremdlich ist, aber im Lauf der Story sehr gut zu selbiger passt. Auch der Humor ist wohl dosiert und mit zahlreichen kleinen (Hintergrund-)Gags gespickt, was einen Gegenpart zur auch hier auftretenden, typischen Gewalt in Kirkman-Geschichten ist – Blut und Eingeweide spritzen wie gewohnt nicht zu knapp.

Fazit

Wem die Serie gefallen hat, der wird den Comic lieben! Nach der Lektüre von Invincible Band 1 – 3 kann ich sagen, ich habe eine neue Lieblings-Comicreihe. Die Erzählweise zwischen Teenie-Soap und Heldenepos hat mich sofort angesprochen. Dazu die typische Kirkman-Gewalt gepaart mit wirklich feinem Humor und sehr guten Zeichnungen machen aus Invincible einen Comic, dem man sich nicht entziehen kann. Keine Frage, die weiteren Bände wandern ebenfalls in mein Regal!

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