YPS – mit Gimmick 1284 (50 Jahre YPS)

Cover zu „YPS – mit Gimmick 1284 (50 Jahre YPS)“
(© 2025 Egmont Ehapa Media)

Am 4. September 2025 feiert Yps mit Ausgabe 1284 sein großes Comeback – und das gleich im Doppelpack. Zwei Hefte, ein Jubiläum, jede Menge Retro-Feeling. Schon beim ersten Durchblättern war ich wieder mittendrin: dieses spezielle Yps-Gefühl, das man kaum beschreiben kann, war sofort zurück.

Zeitreise in die 70er und 80er

Das erste Heft ist eine kleine Zeitmaschine in unsere Kindheit. Urzeitkrebse, Solarzeppelin, Hörspielkassetten, dazu jede Menge Popkultur aus einer Ära, die für viele von uns prägend war. Das zweite Heft kommt klassisch daher, wie wir es aus den alten Tagen kennen: Comics, Rätsel, Witze. Und natürlich ein Gimmick.

Besonders gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit den alten Comic-Freunden: Pif und Herkules, Ben’s Bande, natürlich Yps, Kaspar, Patsch und Willy sowie das Fernseh-Team Yinni + Yan. Alles wirkt bunt, lebendig und erstaunlich kurzweilig. Man blättert, bleibt hängen, erinnert sich – und grinst plötzlich wieder wie damals, wenn das Känguru einen von der Titelseite angelacht hat. Einziger Haken: Neue Comics hätten das Ganze noch besser gemacht, die Leseprobe von Captain Future zählt da für mich. Die Nostalgie ist schön, keine Frage – aber ein bisschen frisches Material wäre ein echtes Highlight gewesen.

Prominente Stimmen und Erinnerungen

Wider Erwarten interessant sind die Beiträge prominenter Yps-Fans. Michael „Bully“ Herbig, Oliver Kalkofe oder Dr. Mark Benecke teilen ihre Erinnerungen an Gimmicks und Zeitgeist. Der Cartoonist Michael Holtschulte liefert seine ganz eigene Sicht auf das Phänomen Yps. EUROPA-Legende Heikedine Körting und Die drei ???-Stimme Oliver Rohrbeck wecken sofort das Kopfkino rund um das goldene Zeitalter der Hörspielkassetten. Und Hannelore Müller-Scherz, eine der Mitschöpferinnen des Magazins, blickt zurück auf die Entstehungszeit und die Geburt des berühmten Kängurus. Diese Rückblicke haben mir wirklich gefallen, weil sie das Yps-Gefühl auf eine persönliche Ebene heben – man merkt: Wir waren alle irgendwie Teil dieser Zeit.

Kommen wir zum Herzstück – oder besser: zu dem, was es früher mal war. Das Gimmick ist diesmal ein „Entscheidungsfinder“, ein Magnet-Dartspiel. Nett, aber nicht mehr. Verglichen mit den legendären Urzeitkrebsen oder dem Solarzeppelin bleibt das Teil weit hinter den Erwartungen zurück. Hier merkt man deutlich: Die „gute alte Zeit“ bleibt in Sachen Gimmick einfach unerreicht.

Fazit

Unterm Strich hat mir Yps – mit Gimmick 1284 richtig Spaß gemacht. Es ist liebevoll zusammengestellt, kurzweilig und wie eine kleine Zeitreise in die eigene Kindheit. Das Gimmick enttäuscht zwar, und ein paar neue Comics hätten nicht geschadet, aber insgesamt überwiegt klar das Positive. Für Fans der ersten Stunde ist das Jubiläumsheft ein Pflichtkauf – ein nostalgischer Flashback, der für ein paar Stunden wieder das alte Yps-Gefühl zurückbringt. Und für Neulinge bietet es einen spannenden Einblick in ein Stück deutscher Popkultur, das auch nach 50 Jahren noch Kultstatus hat.

Ich danke dem Egmont Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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