Star Wars Movie Collection Band 4: Episode IV – Eine neue Hoffnung

Cover zu „Star Wars Movie Collection Band 4: Episode IV – Eine neue Hoffnung“
(Bild: Panini Verlag)

1977 begann alles – Laser, Lichtschwerter, Rebellenromantik und der wohl berühmteste Weltraumschurke der Filmgeschichte. Eine neue Hoffnung ist der Startpunkt aller Nerd-Kulturen, Popkulturen und eigentlich auch sämtlicher „Ich wollte schon immer mal ein Jedi sein“-Momente. Die Star Wars Movie Collection bringt diesen Klassiker jetzt als Comic – und der ist nicht einfach eine gezeichnete Filmkopie, sondern eher eine Adaption des originalen Drehbuchs. Und das macht eine Menge aus.

Der Beginn des Weltraum-Märchens

Die Prämisse ist ikonisch: Die Galaxis leidet unter dem Imperium, das mit dem Todesstern eine Superwaffe besitzt, die jeden Widerstand pulverisiert. Prinzessin Leia spielt Risiko und übergibt die Baupläne an R2-D2, der gemeinsam mit C-3PO auf Tatooine abstürzt. Dort begegnet der kleine Blechkübel Luke Skywalker, einem Farmjungen, der eigentlich nur davon träumt, endlich mal von zu Hause wegzukommen. Zusammen mit Obi-Wan, Han Solo, Chewbacca und dem ikonischen Millennium Falken formt sich die wohl charmanteste Improvisationstruppe der Filmgeschichte. Sie stürzen sich ins Abenteuer: Rettungsmission auf dem Todesstern, Duell Obi-Wan vs. Vader, dramatischer Rebellenangriff und natürlich Luke im X-Wing, der Geschichte schreibt.

Aber wie bereits erwähnt: Der Comic folgt nicht dem fertigen Film, sondern dem ursprünglichen Drehbuch. Das bedeutet: Einige Szenen wirken vertraut – andere gibt es so im Film überhaupt nicht.
Kleine Dialogänderungen, alternative Abläufe, zusätzliche Momente – Fans entdecken hier Details, die später aus der finalen Fassung verschwanden. Zudem sehen manche Figuren nicht so aus wie ihre Filmversionen. Luke erinnert eher an ein klassisches Jugendabenteuer-Covermodell aus den 70ern, Leia wirkt im Stil etwas anders, und selbst Han Solo hat leichte Designabweichungen. Das ist kein Fehler, sondern schlicht die Folge, dass der Comic stilistisch und visuell vor der Ikonisierung durch den Filmschnitt entstanden ist.

Zeichnerisch ist die Adaption funktional und klar – nicht spektakulär, aber absolut solide. Besonders der Angriff auf den Todesstern profitiert von übersichtlichen Panels, die den Actionfluss gut einfangen. Gleichzeitig liefern die zusätzlichen Drehbuchdetails ein bisschen „alternative Version“-Feeling, das man so nicht erwartet.

Fazit

Star Wars Movie Collection Band 4 ist keine einfache Comic-Version des Films, sondern eine Art Urfassung der bekannten Geschichte, basierend auf dem Drehbuch, das Lucas 1976 zum Leben erweckte. Für Fans ist das ein echtes Schmankerl: vertraut und doch anders, ikonisch und doch mit kleinen Rohkanten. Wer die klassische Trilogie liebt, findet hier ein spannendes Stück Star Wars-Geschichte, das zeigt, wie lebendig die Saga schon war, bevor die Kameras überhaupt liefen.

Ich danke dem Panini Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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