
(Bild: Panini Verlag)
1983 fand die originale Star Wars-Trilogie ihren Abschluss – und zwar mit einem Finale, das bis heute für Gänsehaut sorgt. Die Rückkehr der Jedi-Ritter brachte alles zusammen: den letzten Schlag gegen das Imperium, Lukes Konfrontation mit seinem Schicksal und natürlich das endgültige Duell mit Darth Vader und dem Imperator. Band 6 der Star Wars Movie Collection schließt nun auch die Comicreihe zur Originaltrilogie ab – und bleibt dabei seiner Linie treu.
Jabba, Ewoks und der letzte Kampf
Zu Beginn der Geschichte steht eine Rettungsmission: Han Solo sitzt noch immer im Palast von Jabba the Hutt fest – eingefroren in Karbonit. Luke Skywalker, Prinzessin Leia, Chewbacca und die Droiden starten einen ziemlich waghalsigen Plan, um ihren Freund zu befreien. Das Ganze endet in einer spektakulären Auseinandersetzung über der Sarlacc-Grube und markiert gleichzeitig Lukes ersten großen Auftritt als selbstbewusster Jedi. Doch während sich die Rebellen neu formieren, baut das Imperium bereits den zweiten Todesstern. Die Allianz plant einen entscheidenden Angriff: Ein Kommandotrupp soll den Schutzschildgenerator auf dem Waldmond Endor zerstören, während die Flotte den Todesstern angreift. Währenddessen stellt sich Luke freiwillig seinem Schicksal und konfrontiert Vader – in der Hoffnung, dass noch ein Rest Anakin Skywalker in ihm steckt. Die Ereignisse führen schließlich zum emotionalen Höhepunkt der Saga: dem finalen Duell zwischen Vater und Sohn und dem Zusammenbruch der Herrschaft des Imperiums.
Wie schon bei den beiden vorherigen Bänden der Originaltrilogie basiert auch diese Adaption auf dem ursprünglichen Drehbuch. Dadurch ergeben sich kleinere Unterschiede zum Film – etwa bei Dialogen oder einzelnen Szenenabläufen. Für Fans ist das besonders spannend, weil man hier eine leicht andere Version der bekannten Geschichte erlebt.
Auch die Figuren orientieren sich nicht immer exakt an den Filmschauspielern. Die Charaktere sind klar erkennbar, wirken aber teilweise stilisiert oder leicht anders interpretiert. Dieser Umstand verleiht dem Comic einen gewissen Retro-Charme, der gut zur Entstehungszeit passt und die Adaption wie ein eigenes kleines Zeitdokument wirken lässt. Zeichnerisch bleibt der Band der Reihe treu: klare Panelstruktur, solide Action und eine gut nachvollziehbare Inszenierung der großen Schlachten. Besonders die parallel laufenden Handlungsstränge – Endor-Bodenkampf, Raumgefecht um den Todesstern und Lukes Konfrontation mit Vader und dem Imperator – werden übersichtlich erzählt und funktionieren auch im Comicformat erstaunlich gut.
Fazit
Star Wars Movie Collection Band 6 liefert einen würdigen Abschluss der klassischen Trilogie innerhalb dieser Comicreihe. Die Geschichte ist vertraut, die großen Momente sitzen – und die Orientierung am ursprünglichen Drehbuch sorgt für ein paar interessante Abweichungen zur bekannten Filmfassung. Für Fans der Originaltrilogie ist der Band ein schönes Stück Nostalgie und gleichzeitig ein kleiner Blick hinter die Kulissen der frühen Star Wars-Adaptionen.