Star Wars – Die kompletten Comic-Strips 1

Cover zu „Star Wars – Die kompletten Comicstrips Band 1“
(Bild: Panini Verlag)

Als der erste Star Wars-Film 1977 in die Kinos kam, konnte niemand ahnen, was das bedeuten würde. Weitere Filme, Serien, Spielzeug und so viel mehr wurde (und wird mehr denn je!) in den folgenden 40 Jahren zum „Krieg der Sterne“ veröffentlicht. Und natürlich – Comics! Die ersten Star Wars-Comicstrips erschienen Ende der 1970er Jahre in den Zeitungen des Los Angeles Times Syndicate. Ihr Erschaffer Russ Manning meinte dazu fast schon prophetisch: „Die Leute heutzutage können gar nicht genug von Science-Fiction bekommen. Besonders wenn sie originell und voller kreativer Abenteuer ist. Die Star Wars-Figuren sind wie Micky Maus. Sie werden für immer geliebt werden.“ Wie recht er haben sollte, beweisen die eingangs erwähnten Beispiele.

Klassische Comics, neu aufbereitet

Doch zurück zu den Zeitungsstrips. Erzählten die teils bunten, teils schwarz-weißen Star Wars-Comicstrips anfangs noch getrennte Geschichten, verschmolzen Russ Manning und sein Team die Abenteuer dann recht schnell zu Stories, die sieben Tage pro Woche erschienen und die Star Wars-Galaxis um weitere Erzählungen und Figuren erweiterten – und das schon vor Erscheinen der filmischen Fortsetzung „Das Imperium schlägt zurück“! Die Leser feiern ein Wiedersehen mit Luke, Han Solo und Prinzessin Leia sowie Darth Vader. Aber auch Charaktere wie die Witwe von Großmoff Tarkin oder Boba Fett geben sich hier die Ehre. Die Erzählweise ist für mich allerdings – gerade zum Ende hin – recht störend, da sich innerhalb der Story Panels inhaltlich und auch optisch wiederholen, meist an den Übergängen von Sonntagsseite zu Tagesstrip. Das stört den Lesefluss erheblich.  

Links Sonntagsseite, rechts Tagesstrips
(Bild: Panini Verlag)

Abgedeckt werden in Star Wars – Die kompletten Comicstrips Band 1 die Jahre 1979 und 1980, erzählt werden insgesamt zehn Geschichten rund um Luke Skywalker und Co. Erstmals werden die Comics restauriert und in Originalkolorierung als Gesamtwerk veröffentlicht. Geschrieben und gezeichnet wurden sie von den Altmeistern Russ Manning, Russ Helm, Steve Gerber, Alfredo Alcala oder Don Christensen! Wer klassische Zeichnungen liebt, für den sind die Star Wars-Strips ein Hochgenuss. Garniert ist der Band zudem mit reichlich Zusatzinfos, beispielsweise mit zwei Texten, in denen Rich Handley und Henry G. Franke III über die Newspaper-Comics im Allgemeinen und über das Vermächtnis von Russ Manning, dem Autor und Zeichner der ersten Star Wars-Comics zwischen 1979 und 1980, erzählen.

Fazit

Star Wars – Die kompletten Comicstrips Band 1 ist ein Fest für Liebhaber klassischer (Zeitungs-)Comics. Klare Zeichnungen, kurze und knackige Geschichten und auch skurrile Ideen erweitern die Star Wars-Galaxis fernab des aktuell gültigen Kanons, den Disney vorgibt. Mir gefallen der aktuelle Kanon und auch die modernen Zeichnungen allerdings wesentlich besser. Und auch die komprimierte Erzählweise eines Zeitungsstrips passt für mich nicht so gut zu Star Wars – anders als zum Beispiel bei den Klassikern Garfield, Peanuts oder auch Micky Maus von Gottfredson. Wer sich daran aber nicht stört, der wird mit den Star Wars Comicstrips trotzdem gut unterhalten!

Ich danke dem Panini Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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