Der Joker Band 1: Töte den Joker!

Cover zu „Der Joker Band 1: Töte den Joker!“
(Bild: Panini Verlag)

Nach einem verheerenden Joker-Gas-Angriff auf das Arkham Asylum mit sehr vielen Toten soll Ex-Police Commissioner Jim Gordon für eine geheimnisvolle reiche Klientin den Joker zur Strecke bringen. Mit der Hilfe von Batman und Gordons Tochter Barbara alias Oracle verfolgt er den Clownprinzen des Verbrechens bis in die Tropen. Doch auch die Anhänger von Bane sowie eine mörderische Familie machen Jagd auf den Joker …

Joker-Action, erfrischend anders

Der Joker ist ein Comic-Schurke, der mittlerweile fast inflationär benutzt und überstrapaziert wird. Braucht man dann eine weitere Serie über den irren Clown? Ich war da wirklich skeptisch, aber siehe da – Der Joker Band 1: Töte den Joker rockt von der ersten bis zur letzten Seite! James Tynion IV hat da eine etwas andere Reihe ins Leben gerufen, die sich wohltuend vom Batman-Einheitsbrei abhebt. Allein, dass die Fledermaus hier nur eine Nebenfigur am Rand ist und sich die Handlung auf Gordon, den Joker und seine Widersacher konzentriert, bringt frischen Wind und die Zeichnungen von Guillem March tun ihr übriges dazu. Toll sind auch die vielen Querverweise auf bekannte und wichtige Batman-Werke, wie „Killing Joke“, „Knightfall“ oder „Rat der Eulen“.

Am Ende bekommt der Leser noch einen Einblick in eine Begebenheit zwischen Gordon und dem Joker, die sich vor Jahren zugetragen hat. Zeichnerisch anders dargestellt als die vorigen Kapitel, bekommen wir hier ein kleines, aber feines Psychospiel zwischen den Protagonisten, das zeigt, wie abhängig und besessen beide voneinander sind. Ähnlich, wie es auch zwischen Joker und Batman der Fall ist. Gerade dieses Kapitel wertet die Geschichte noch mal auf und macht es zu einem wirklich spannenden Lesevergnügen.

Fazit

Der Joker Band 1: Töte den Joker! wirft ein erfrischend anderes Licht auf den Killerclown und James Gordon. Dass dieser sich entschließt, den Joker quasi als Auftragskiller zu erledigen ist ebenso neu wie dass der Joker den Spieß umdreht und Gordon selbst beauftragen will, den Fall des Anschlags auf das Arkham Asylum zu lösen. Denn er war scheinbar nicht dafür verantwortlich und dass kann ein Joker nicht auf sich sitzen lassen… Es bleibt spannend und das offene Ende macht Lust auf Band zwei, der leider erst im Sommer erscheint.

Ich danke dem Panini Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

2 × 2 =