Teenage Mutant Ninja Turtles: The Last Ronin

Cover zu „Teenage Mutant Ninja Turtles: The Last Ronin“
(Bild: Splitter Verlag)

Es ist eine düstere Zukunft. Gewalt und Verzweiflung regieren in den Straßen von New York, das vom Foot Clan und seinem Anführer Oroku Hiroto – dem Enkel des Shredder – berrscht wird. Ein einsamer Krieger sehnt sich in dieser Dystopie nach Vergeltung für die Familie, die ihm genommen wurde. Mit Unterstützung eines aufkeimenden Widerstands macht sich dieser dunkle Rächer auf, den letzten Kampf gegen den Foot Clan auszutragen, den mit dem Krieger eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Denn der Krieger, der letzte Ronin, ist der letzte Verbliebene der Turtles…

Die Legende kehrt zurück

Jahrelang führten die Turtles ein Schattendasein in der deutschen Comiclandschaft. Doch mit Teenage Mutant Ninja Turtles: The Last Ronin melden sich die Schildkröten mit einem Paukenschlag zurück! Turtles-Miterfinder Kevin Eastman sowie Stammautor Tom Waltz versetzen uns in eine düstere Zukunft, in der ein winziger Hoffnungsschimmer zur letzten Chance der Teenage Mutant Ninja Turtles wird. Ein einziger von ihnen ist noch übrig und sehnt sich nach Rache für den Tod seiner Familie. Das liest sich düster melancholisch und man fühlt sich sicherlich nicht ganz unbeabsichtigt auch an die Story „Der dunkle Ritter schlägt zurück“ von Frank Miller aus den 1980er Jahren erinnert, die Batman mit einer ähnlichen Prämisse aus dem damaligen Dornröschen-Schlaf geweckt und bis heute geprägt hat.

Eastman und Waltz haben eine epische Story über die Schildkröten geschrieben und schrecken auch vor tragischen Toden beliebter Charaktere nicht zurück. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten, aber auch neue stellen sich in der Welt der Turtles vor. Welcher der vier der letzte Ronin ist, erfährt man am Ende des ersten Kapitels (von fünf). Wie es zu der gesamten Tragik gekommen ist, baut sich jedoch erst im Laufe der gesamten Story auf. Spannung und plötzliche Wendungen sind somit bis zur letzten Seite garantiert und auch hier erwartet uns ein weiterer Cliffhanger! Ein weiterer Clou sind die wechselnden Zeichnungen. Von mir ansonsten gehasst, machen sie hier wirklich Sinn, da sich mit diesem Stilmittel die erklärenden Rückblenden so von der Haupthandlung absetzen.

Fazit

Teenage Mutant Ninja Turtles: The Last Ronin bildet den Auftakt der neuen Comic-Heimat beim Splitter Verlag, der auch die reguläre Comic-Reihe von Tom Waltz und Kevin Eastman aus dem Jahr 2011 in schicken (und vor allem dicken!) Sammelbänden veröffentlichen wird. Und wer weiß, vielleicht schaffen es ja auch die „Ur-Turtles“ von Eastman/Laird aus den Achtzigern irgendwann dann endlich komplett zu uns.

Aber bis es mit der 2011er Saga bei Splitter Ende des Jahres losgeht, kann man sich mit dem Ronin die Zeit vertreiben. Und der ist – Stand jetzt – für mich ein klarer Favorit auf den Titel „Comic des Jahres“. Ich bin begeistert und will mehr (GANZ VIEL MEHR) Turtle-Lesestoff. Cowabunga!

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